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Worte für den Tag

Das Wort für Dienstag, 2. September 2014

Warum ist mein Schmerz dauernd geworden und meine Wunde tödlich? Sie will nicht heilen. Willst du mir denn sein wie ein trügerischer Bach, wie Wasser, das versiegt?

Jeremia 15,18

Paulus schreibt:

Ich habe Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

2. Korinther 12,10

Startseite Gemeinden Schenkenberg

Pfarrbereich Schenkenberg

Schenkenberg, Benndorf, Klitschmar, Kölsa, Kyhna, Lissa, Wiedemar, Zaasch, Zschernitz

Pfarrer Mattias Taatz
Vierzehner Reihe 2
04509 Schenkeberg

Tel.: 034202/56524
Fax: 034202/36437

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Homapge: www.pfarrscheune-schenkenberg.de

weitere Links: Generationenhaus in Lissa / Kirche Wiedemar

Dorfpfarrer aus Sachsen wird Oberhofprediger in Baden-Durlach

Nacherzählung einer wahren Begebenheit von Martin Franke / Wiedemar

Dieser Sonntag im Jahr 1722 schien für Franz Rudolf Krüger,  den Pfarrer des  zum Merseburger Stifts-Amte Schkeuditz gehörendem Dorf  Kölsa (Sachsen), wie jeder andere zu verlaufen. Gewissenhaft hatte sich der Pfarrer wie immer in den Tagen zuvor auf die Predigt für seinen sonntäglichen Gottesdienst vorbereitet. Schon zeitig war man an diesem Morgen aufgestanden. Die Pfarrfrau hatte aus dem großen Pfarrgarten noch frische Blumen geschnitten und auf den Altar gestellt. Pünktlich erschienen die Chorknaben und probten im nahe liegenden Schulhaus mit dem Kantor noch einmal  die im Gottesdienst zu singenden Chorstücke. Derweil hatten sich die Läutejungen auf den Kirchturm begeben und angefangen die Glocken zu läuten. Die Kirche füllte sich mit den Dorfbewohnern bis fast auf den letzten Platz. Die Frauen saßen auf der linken Seite, die Männer auf der rechten Seite des Kirchenschiffes und die Chorknaben beim Kantor auf der Empore. Der Gottesdienst begann mit einem kräftigen Orgelspiel und nahm seinen vorgeschriebenen Verlauf. Während des zweiten Kirchenliedes aber, welches die Gemeinde wie immer freudig mit anstimmte, öffnete sich die schwere Kirchentür und ein Nachzügler betrat den Kirchenraum. Es war ein stattlich gekleideter fremder Herr, der still  auf einem der letzten freien Plätze im Kirchengestühl Platz nahm. Wie die Geschichte weiter geht, dass können Sie HIER lesen!

Spendenaufruf für Kirche Schenkenberg

Liebe Einwohner von Schenkenberg, Rödgen und Storkwitz sowie alle Freunde und Unterstützer der Schenkenberger Kirche, wir, Ihr Oberbürgermeister und Ihr Pfarrer, wenden sich heute an Sie mit der Bitte um Unterstützung. Seit vielen Jahren läuft die Instandsetzung und Verschönerung der Kirche Schenkenberg unaufhörlich. Manche Fördermittel konnten dafür errungen und eingesetzt werden. Dazu kam Ihre Unterstützung, für die herzlich zu danken ist. Unsere Absicht, die Dachhaut der Kirche Schenkenberg im übernächsten Jahr mit Hilfe des LEADER+ Programms zu erneuern, kann nicht mehr gelingen. Die Mittel sind ausgeschöpft und werden zum Beispiel auch für den Neubau des Kindergartens „Zauberhaus“ eingesetzt. Nun ist es an uns, die nötigen Gelder zusammenzutragen. Um die 100.000,00 Euro werden dafür nötig sein. Das erscheint viel, so werden manche von Ihnen denken. Bedenken Sie aber dabei auch, dass dann für die nächsten 75 bis 100 Jahre Entscheidendes getan ist und das älteste Gebäude von Schenkenberg gesichert und erhalten wird. Seit nunmehr 20 Jahren dient die Kirche in Schenkenberg allen Schenkenber-gern auch als Raum anlässlich einer Trauerfeier. Das ist ein gutes Beispiel der kommunalkirchlichen Zusammenarbeit. Der Neubau einer Trauerhalle würde erheblich mehr öffentliche Gelder verbrauchen, die gar nicht zur Verfügung stehen. So lassen sich in gutem Einvernehmen Kosten senken und unser aller Steuergelder sinnvoll einsetzen. Natürlich werden wir versuchen auch andere Geldquellen aufzutun, und auch die Kommune wird prüfen, wo sie helfen kann. Nun wollen wir zu diesem Weihnachtsfest unsere Aktion „Kirchendach Schenken-berg“ starten. In vielen Gemeinden haben sich zum Beispiel Jubilare, anlässlich ihres Ehrentages anstatt Geschenke oder Blumen eine Gabe für ihre Dorfkirche gewünscht.
Heute bitten wir Sie um eine Weihnachtsgabe für die Dorfkirche in Schenkenberg!

Spendenkonto Nr.: 155 158 602 9, BLZ: 350 601 90, bei KD-Bank Duisburg

Empfänger: Ev. Kreiskirchenamt Eilenburg

Verwendungszweck: Kirchendach SCHBG

Eine Spendenquittung kann bei Bedarf ausgereicht werden. Es danken Ihnen herzlich und wünschen ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest

Ihr Oberbürgermeister  Dr. Manfred Wilde          

Ihr Pfarrer Matthias Taatz       

Vorgestellt: Kirche in Kyhna

Wie bei so vielen unserer schönen Dorfkirchen liegt der Anfang auch der Kirche Kyhna im Dunkel der Vergangenheit. Eine nicht näher zu verifizierende Jahresangabe nennt das Jahr 1099 für eine bereits erfolgte Erwähnung des Ortes, der als eine deutsche Siedlung neben einer slawischen Siedlung entstanden ist. In Kyhna nahm die deutsche Besiedlung die wehrhafte Anlage des typischen slawischen Rundlings auf, was noch heute in der Ortslage gut zu verfolgen ist. 

Sicher kann man für diese Zeit auch schon eine Kirche voraussetzen, das war üblich. Die Lage des heutigen Kirchengrundstückes mit dem umgebenden Friedhof in der Mitte der Rundlingsanlage spricht dafür. Die Anfänge des heutigen Kirchenbaues lassen sich  aus  Steinbefunden auf die Mitte des 13. Jahrhunderts festlegen. Also eine romanische Anlage, in den Anfängen als wehrhafte Kirche ausgeführt mit einem wuchtigen Turm, der erst im Jahr 1879 eine Verbindung zu dem immer wieder erweiterten Kirchenschiff erhielt. Die Erweiterungen lassen sich an den unter dem Neuverputz aus dem Jahr 1995 befindlichen Baunähten ablesen. So wie das Dorf an Einwohnern zunahm, so wuchs die Kirche, denn für jeden Vollbürger musste ein Platz in der Kirche vorhanden sein. Ein gefundenes vermauertes aber sichtbar gelassenes romanisches Fenster belegt uns das romanische Schiff. Eine Jahreszahl über einem heute ebenfalls verschlossenen Türgewände aus dem Jahr 1578 weist uns auf eine erste Erweiterung hin, der sich im Jahr 1724 eine zweite anschloss. Sie fügte der Kirche in barocker Art einen dreiachtel Schluss des Altarraumes an. In ihm finden wir aus dem gleichen Jahr einen schönen Kanzelaltar mit Schnitzwerk, der teilweise vergoldet ist und dem Betrachter mit geschnitzter Rebe und Getreidegarbe das Thema des Heiligen Abendmahls vor Augen stellt.  Aus diesem Jahr stammen auch das Gestühl und die Emporen der Kirche. Eine erste Orgel erhielt die Kirche 1753. Von ihr ist nur noch der schlichte Prospekt erhalten, indem sich ein Orgelwerk der Firma Sauer von 1938/39 befindet. Die Orgel hat heute Platz auf der Westempore, nachdem die ursprüngliche Männer- und Orgelempore entfernt wurde. Das die Kirche überspannende Tonnengewölbe trug ehemals eine reiche farbige Ausmalung mit Engeln und anderen Figuren. In der Renovierung der neunziger Jahre konnten davon Spuren wahrgenommen werden. Heute ist die Kirche in schlichter Einfarbigkeit gehalten. Auch von der Ausmalung des späten 19. Jahrhunderts sind nur noch wenige Spuren erkennbar. Auf dem Kirchturm befinden sich heute zwei Glocken. Die eine stammt aus dem Jahr 1923 und ist eine Bronzeglocke, die andere in Stahl wurde durch Schmiedemeister Bley zum Gedächtnis seines im Weltkriege gefallenen Sohnes gestiftet. Von den ehemaligen Glocken ist zu berichten, dass die große Glocke während des Trauergeläutes für den ersten deutschen Kaiser im Jahr 1888 zersprang. Ein ähnliches Schicksal hatte die verbliebene sehr alte Glocke mit dem nicht zu klärenden Namen „Ananisapta“. Sie zersprang während des Läutens zum Kindergottesdienst am 27. August 1922. Erwähnenswert ist im Altarraum noch ein Gemälde, das in manieristischer Malerei aus dem frühen Barock eine typische Abendmahlszene darstellt. Seit 1990 konnte in verschiedenen Abschnitten das Gebäude mit Unterstützung der Kommune, des Landes wie des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde bausubstanziell gesichert und verschönert werden. Höhepunkt war dabei die Wiedererrichtung der 13 Meter hohen Nadelspitze auf dem Turm im Jahr 2003, die 1988 wegen Baufälligkeit hatte abgenommen werden müssen. Für die nächste Zeit ist die Umdeckung des Daches in Aussicht genommen. Heute mit einigen Bankheizungen ausgestattet, war die Kirche Kyhna am Ende des 19. Jahrhunderts die erste Kirche im damaligen Kirchenkreis mit elektrischer Kirchenbeleuchtung und einer Kirchenheizung. Man erkennt daran die Leistungsfähigkeit der Kirchengemeinde, die nach der Zerschlagung des freien Bauernstandes nun eine Mitgliederzahl von 84 hat. Die Kirche zu Großkyhna, wie es historisch richtig heißt, ist eine schlichte Gemeindekirche, die regelmäßig von den Kyhnaern zum sonntäglichen Gotteslob aufgesucht wird. Darüber hinaus dient sie als Begräbniskirche nicht nur für die Kirchenmitglieder, sondern für jeden Einwohner des Ortes. 

 

Die Dorfkirche in Groß-Lissa 

lissa1Wie so viele unserer schönen alten Dorfkirchen hat auch die Kirche zu Groß-Lissa (wie man früher sagte) eine bewegte Baugeschichte hinter sich. Alles beginnt im frühen zwölften Jahrhundert mit der Errichtung eines Kirchturmes aus dem rotbraunen Porphyrsteinen der weiteren Umgebung des Petersberges bei Halle. Die  Ecksteine am Turm in ihrer unterschiedlichen Höhe auf der Westseite und auf der Ostseite des Kirchschiffes machen deutlich, dass das Kirchschiff zeitgleich mit dem Turm erbaut wurde. Sicher wird der Turm auch wehrhafte Aufgaben gehabt haben, ein so genannter Wehrturm ist aber bis jetzt nicht deutlich nachweisbar. Das Jahr 1158 erwähnt in einer Urkunde, die im Umfeld des Kaisers Barbarossa ausgestellt wurde, Kirche und Ort und diente so als Grundlage dem 850. Jubiläum der Ersterwähnung von Lissa, das 2008 gefeiert wurde. An das romanische Kirchenschiff mit einer schlichten Holzbalkendecke schloss sich vermutlich ein romanischer Chor mit vorgelagerter Apsis an. Letztere musste aber später einem gotischen Choraufbau weichen, der heute noch das Bild der Kirche prägt.  Sein genaues Baudatum ist nicht mehr zu ermitteln und wird wohl im ausgehenden 15. Jahrhundert gewesen sein. Auf der Nordseite finden wir eine Sakristei mit einem schlichten Sakramentshäuschen und einer gegenüberliegenden Priscina für die Entsorgung der in der Lithurgie gebrauchten Flüssigkeiten in geweihte Erde.  Im gotischen Chor selbst findet sich ein weiteres Sakramentshäuschen, das heute steinsichtig ursprünglich polychrom gefasst war und den Erzengel Michael zeigt, dem beide Arme verloren gegangen sind. Von Anbeginn an war die Kirche dem Heiligen Michael geweiht, dessen Abbild wir auch im Schlussstein des gotischen Chores finden und mit dem Drachenkampf das Thema vom jüngsten Gericht in den Blick des Betrachters lenkt.
Als dem Schutzheiligen der Deutschen weist er uns auf die Gründung des Ortes durch deutsche Siedler hin, die sich neben dem slawischen Rundling Klein-Lissa hier niederließen. Der Besitzer des Rittergutes Lissa errichtete als Patronatsherr einen schönen und auch repräsentativen Kirchenraum. An der Südseite findet sich eine Vorhalle, die aus dem Beginn des 16. Jahrhundert stammt,  wie an so vielen Kirchen als Leichenhalle benutzt wurde und heute als Eingangshalle der Gemeinde dient, während die schmalere Südtür im Chorraum ungenutzt vorhanden ist. Die älteren Türen weisen mit ihren Beschlagspuren auf einen wiederholten Einbau hin. Auch die Decke des Turmgeschosses über der defekten Rühlmannorgel trägt wie der Chorraum ein Netzgewölbe, dass sich auf vorgelagerten Strebepfeilern abstützt. Die drei Chorraumfenster sind bis auf das Ostfenster schlicht. Das Ostfenster zeigt eine Christusdarstellung in gefärbter Bleiverglasung als Stiftung aus dem Jahr 1894. In diesem Jahr wurde die Kirche gründlich restauriert und verändert. Von der zwischenzeitlichen barocken Innenraumgestaltung ist nichts mehr vorhanden. Wir sind über ihr Aussehen aber durch drei Photographien des Restaurierungsjahres unterrichtet und ersehen aus ihnen, dass der Chorbogen erweitert wurde unter Erneuerung von zwei romanischen Kämpfern mit einem Schachbrettmuster, die den oben erwähnten bereits romanischen Chorraum nahe legen.  Die Empore wurde zu einer dreiseitigen Hufeisenempore verändert. Die Kirche erhielt ein neues Gestühl und einen schlichten Altaraufsatz. Alles in einem dunklen Holzton dem Empfinden der Zeit entsprechend, wie auch die an der Nordseite aufgestellte Kanzel. Die Innenausmalung des Chorraumes war sehr farbig fröhlich. Sie ist zwar nicht mehr erhalten aber gut dokumentiert. Die  letzte Erhaltungsrenovierung fand am Ende der achtziger Jahre unter großem Einsatz der Lissaer Einwohner statt. Auf dem Turm hängen drei Glocken. Zwei stammen aus dem Jahr 1431, die dritte als Tauf- und Begräbnisglocke extra geläutet aus dem Jahr 1437. Der Turm, der schwere Risse aufwies, konnte durch die große Hilfe der öffentlichen Hand und Spenden der Gemeinden nach 1990 gesichert und erneuert werden. In diesem Jahr erfolgt die Überarbeitung des Dachstuhles, die Neueindeckung des Daches und die Überarbeitung des Außenputzes. In diesem Zusammenhang wird auch die Holzbalkendecke des romanischen Schiffteiles in der Fassung von 1894 repariert. Wann dann eine umfassende Innenrenovierung erfolgen kann, steht noch dahin. Auf jeden Fall ist verabredet, die Kirche von Lissa auf den Stand von 1894 zu bringen, weil wir eine selten gute Unterrichtung über ihr Aussehen aus diesem Jahr haben. Am Schönsten aber ist die Kirche schon heute vor allem dann, wenn die Gemeinde sich in ihr versammelt zu den Gottesdiensten im Jahres- wie im Lebenslauf: Sonntag für Sonntag, zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Dann erklingt das Bekenntnis  zu unserem Herrn und Heiland Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen unter dem Segenswort des allmächtigen Gottes wie schon seit über 850 Jahren an diesem Ort in Danksagungen des Lebens, in Tröstungen des Todes, im Blick auf seine Ewigkeit.
Matthias Taatz

 

Aktualisiert (Mittwoch, 18. Dezember 2013 um 10:04 Uhr)

 
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